Szczecinek 2019

Es war knapp, aber unser „neuer“ Ballon D-OJOH erhielt am Tag der Anreise die Zulassung vom Luftfahrtbundesamt. Das war also geschafft; nur das Wetter hatten wir nicht im Griff.

Eine Fahrt gelang nur, aber immerhin zeigten wir Flagge in der Stadt. Der D-OJOH fuhr 36 km weit und wir genossen die herrliche Aussicht aus der Höhe.IMG_3232.JPG

Sonst war es wie immer (und das meine ich positiv): Viel Zeit , um mit netten  Ballonfahrern aus vielen Ländern zu reden und ein Bierchen zu trinken. Einen kleinen Bummel durch die Stadt, um ein Eis zu essen oder leckere Piroggen. Die obligatorische Dampferfahrt. Aber selbst die Wasserskianlage pausiert aufgrund des ungemütlichen Wetters.

Das Ballonglühen wurden nur mit Körben durchgeführt und begeisterte die Zuschauer auch ohne Hüllen. Bis zum nächsten Jahr in Szczecinek !

 

 

 

 

1000 Kilometer vor dem Nordpol

Im April hatte ich die einmalige Gelegenheit, Spitzbergen kennenzulernen. Ein Ballon war dort für einige Wochen stationiert und es sollten Gästefahrten durchgeführt werden. Ich wohnte dort zusammen mit dem Besitzer des Ballons, einem befreundeten polnischen Ballonfahrer.

Leider war das Wetter sehr oft nicht geeignet für Ballonfahren. Zeitweise waren Plusgrade beherrschend. Da die Verfolgung mit Snowscootern erfolgt, müssen aber sichere Schneeverhältnisse vorhanden sein (Straßen gibt es außerhalb des Ortes faktisch nicht).

Letztendlich durfte ich aber zwei Fahrten als Piloten durchführen und einmal verfolgen. Es war gigantisch. Diese unwirkliche Schneelandschaft ist überwältigend.

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Am Ende des Tales liegt Longyearbyen, die norwegische Siedlung

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Das Ballonequipment wurde auf Schlitten transportiert

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Verfolgung relaxt. Schließlich gibt es kein Hindernisse zwischen Ballon und Verfolger und keine Straßen sind zu beachten.

Natürlich nutze ich die viele Zeit, um soviel wie möglich von der Insel kennenzulernen. Das ist nicht so einfach, da man beim Verlassen des Ortes immer eine Waffe dabei haben muss. Schließlich weiß man nie, was der Eisbär vorhat, dem man begegnen könnte.

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Gletscher an der Ostküste und frische Spuren eines Eisbären.

 

 

 

 

 

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Schifffahrt zum Packeis 

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Teilnahme am nördlichsten Skimarathon der Welt

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Mitternachtsonne 🙂 (Wie kann man Anhänger eines karibischen Sonnenunterganges sein ? Der dauert fünf Minuten. Hier dauert es mehrere Stunden.) 

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Bier aus der nördlichsten Brauerei der Welt

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Auf dem Heimflug zeigt sich die Insel noch einmal von der schönsten Seite. Svalbard – ich komme wieder !!

Mit dem Ballon nach Italien

Wie schon öfters verbrachten wir die Tage zum Jahreswechsel in Bad Kohlgrub im Allgäu bei einem Ballontreffen. Das Wetter war nicht besonders und so machten wir vor Silvester nur eine Fahrt. Aber dann bot sich eine Wetterlage, wie sie nur wenige Male im Jahr anzutreffen ist. Ruhiger Wind nördlich und südlich der Alpen und ein strammer Wind aus dem Norden. Genau die Vorraussetzungen, um die Alpen zu überqueren.

Unser Freund Theo war sofort bei der Sache. Sauerstoff hatte er dabei, zusätzliche Flaschen wurden beschafft und so startete er mit mir am Neujahrsmorgen in dieses Abenteuer: Zwei Piloten umringt von 225 kg Propan.

In 6000 Meter Höhe bot sich uns ein atemberaubender Blick.

Mit 45 Knoten war die Geschwindigkeit perfekt. Während ich mit dem Fahren beschäftigt war, kümmerte sich Theo um die entsprechenden Freigaben der Luftsicherheit.

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Blick auf Innsbruck

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Ohne zusätzlichen Sauerstoff geht gar nichts in dieser Höhe

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Blick Richtung Bozen, Trient, Gardasee

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Landeplatz

Über Belluno erinnere ich mich an die wunderschöne Wanderung nach Venedig vor ein paar Jahren, die mich auch dort vorbeiführte. Und nun schwebe ich tausende Meter darüber ! Wahnsinn !

Nach viereinhalb Stunden landeten wir in Italien nur 40 Kilometer von Venedig entfernt. Eine von zehn Flaschen Propan war noch voll. Der Sauerstoff war aufgebraucht.

Johanna und Karen verfolgten uns mit dem Gespann und waren rund drei Stunden später auch da. Das Abenteuer ließen wir in einer Pizzeria ausklingen, bevor es wieder auf die Heimreise ging.

Ein „neuer“ Ballon

Ein Ballon ist ein Luftfahrtgerät. Dementsprechend streng wird er jedes Jahr aufs Neue auf Herz und Nieren geprüft. Die Hülle wird dazu auf ihre Reißfestigkeit geprüft. Welch ein Schreck als es bei der  diesjährigen Prüfung ungewohnte Geräusche auftraten. Ritsch ! Ratsch ! Ohje ! Es wurde bald klar, dass ein Austausch der roten Felder (denn nur die roten Felder waren am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angelangt) nicht wirtschaftlich ist.

Bald wurde eine gebrauchte Hülle gefunden und beim Luftfahrttechnischen Betrieb geprüft. Nun musste nur noch das Luftfahrtbundesamt das Ganze genehmigen. Das wurde noch etwas nervenaufreibend, aber gelang noch rechtzeitig zum Besuch des Ballontreffens in Szczecinek.

Wir wünschen dem D-OJOH viele schöne Fahrten !

Haltet die Augen auf nach einem silbernen Ballon !

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