Vulkane von oben

Auvergne. Schon mal gehört ? Wahrscheinlich nicht. Das ist aber schade, denn die Auvergne ist eine liebliche Gegend im Süden Frankreichs, gekennzeichnet durch viele Vulkankegel.

Leo, ein Ballonfreund aus Hamburg und Vulkanfan, lud mich ein, ihn und einige Freunde im Oktober dorthin zu begleiten. Es wurde eine wunderschöne Zeit. Sorgen bereitete uns der Landrover, der zwar den Weg dorthin geschafft hatte, aber dann nicht mehr wollte. Ein Ersatzauto mit Anhängerkupplung wurde gefunden (nicht so einfach) und auch eine Werkstatt für den Landi (auch nicht einfach). Und so konnten wir uns dem Ballonfahren hingeben.

Uns so genossen wir die schöne Landschaft von oben mit diesen typischen Vulkankegeln, viel Grün, kleinen Dörfern und Schlösser und alten Kirchen.

Wir genossen die Gastfreundschaft unserer Vermieter und die kulinarischen Spezialitäten Frankreich (Ich habe einen neuen Lieblingskäse.) und erkundeten die Landschaft natürlich auch per pedes.

Der Track einer gemütlichen Fahrt. Start genau neben unserer Unterkunft, einem uralten Steinhaus, und Landung nach vielen Schleifen am anderen Ende des kleinen Dorfes.

Eine herrliche Woche im Herbst geht zu Ende.

Eine herrliche Fahrt über Schwedt und die Uckermark

Noch ein kleiner Nachtrag aus dem Sommer:

Auf dem Weg zu einem Ballonwochenende in Polen hielt ich in meiner Geburtsstadt Schwedt/Oder. Die Wetteraussichten war brilliant und es gelang mir schon während der Autofahrt, einen Verfolger und genug Freiwillige für den Korb zu finden.

Wir starteten mitten in der Stadt und konnten vom Kulturhaus beginnend die Stadt überfahren. Der Wind kam aus dem Norden und wechselte in der Höhe auf Süd. Beste Bedingungen, um nach der Fahrt über der Stadt ein selbstgewähltes Ziel anzugehen. Nachdem wir also in der Höhe noch die tolle Aussicht über die Polder, die Stadt und in der Ferne die Insel Usedom genossen haben, landeten wir geplant in Berkholz und konnten die Taufe dort auf dem Hof meines Bruders vollziehen.

Das Aufsehen, welche wir erregten, führten auch zu einem Beitrag in der lokalen Zeitung. (Siehe Bild)IMG_3329.JPGIMG_3331.JPGIMG_3357.JPGIMG_3426.JPG Ballon überm Kietz.jpeg

Wozu eine alte Hülle noch gut ist….

Wie schon erwähnt hat unser guter alter D-OANK seine Berechtigung verloren, in die Luft zu gehen. Eine neue Hülle wurde gefunden und wir sind auch schon fleissig damit gefahren. Aber was machen wir mit der alten Hülle ?

An einem absolut windstillen Tag haben wir die Hülle auf dem hiesigen Sportplatz in Wrist aufgeblasen und die Kinder des Dorfes eingeladen, sich das Spektakel anzusehen. Da die Hülle nun keine Aufgabe mehr hat, durften die zahlreich erschienen Kinder darin und darauf rumtoben und hatten sichtlich ihren Spaß dabei.

Hier der entsprechende Artikel in der örtlichen Presse:

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Szczecinek 2019

Es war knapp, aber unser „neuer“ Ballon D-OJOH erhielt am Tag der Anreise die Zulassung vom Luftfahrtbundesamt. Das war also geschafft; nur das Wetter hatten wir nicht im Griff.

Eine Fahrt gelang nur, aber immerhin zeigten wir Flagge in der Stadt. Der D-OJOH fuhr 36 km weit und wir genossen die herrliche Aussicht aus der Höhe.IMG_3232.JPG

Sonst war es wie immer (und das meine ich positiv): Viel Zeit , um mit netten  Ballonfahrern aus vielen Ländern zu reden und ein Bierchen zu trinken. Einen kleinen Bummel durch die Stadt, um ein Eis zu essen oder leckere Piroggen. Die obligatorische Dampferfahrt. Aber selbst die Wasserskianlage pausiert aufgrund des ungemütlichen Wetters.

Das Ballonglühen wurden nur mit Körben durchgeführt und begeisterte die Zuschauer auch ohne Hüllen. Bis zum nächsten Jahr in Szczecinek !

 

 

 

 

1000 Kilometer vor dem Nordpol

Im April hatte ich die einmalige Gelegenheit, Spitzbergen kennenzulernen. Ein Ballon war dort für einige Wochen stationiert und es sollten Gästefahrten durchgeführt werden. Ich wohnte dort zusammen mit dem Besitzer des Ballons, einem befreundeten polnischen Ballonfahrer.

Leider war das Wetter sehr oft nicht geeignet für Ballonfahren. Zeitweise waren Plusgrade beherrschend. Da die Verfolgung mit Snowscootern erfolgt, müssen aber sichere Schneeverhältnisse vorhanden sein (Straßen gibt es außerhalb des Ortes faktisch nicht).

Letztendlich durfte ich aber zwei Fahrten als Piloten durchführen und einmal verfolgen. Es war gigantisch. Diese unwirkliche Schneelandschaft ist überwältigend.

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Am Ende des Tales liegt Longyearbyen, die norwegische Siedlung

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Das Ballonequipment wurde auf Schlitten transportiert

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Verfolgung relaxt. Schließlich gibt es kein Hindernisse zwischen Ballon und Verfolger und keine Straßen sind zu beachten.

Natürlich nutze ich die viele Zeit, um soviel wie möglich von der Insel kennenzulernen. Das ist nicht so einfach, da man beim Verlassen des Ortes immer eine Waffe dabei haben muss. Schließlich weiß man nie, was der Eisbär vorhat, dem man begegnen könnte.

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Gletscher an der Ostküste und frische Spuren eines Eisbären.

 

 

 

 

 

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Schifffahrt zum Packeis 

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Teilnahme am nördlichsten Skimarathon der Welt

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Mitternachtsonne 🙂 (Wie kann man Anhänger eines karibischen Sonnenunterganges sein ? Der dauert fünf Minuten. Hier dauert es mehrere Stunden.) 

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Bier aus der nördlichsten Brauerei der Welt

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Auf dem Heimflug zeigt sich die Insel noch einmal von der schönsten Seite. Svalbard – ich komme wieder !!

Mit dem Ballon nach Italien

Wie schon öfters verbrachten wir die Tage zum Jahreswechsel in Bad Kohlgrub im Allgäu bei einem Ballontreffen. Das Wetter war nicht besonders und so machten wir vor Silvester nur eine Fahrt. Aber dann bot sich eine Wetterlage, wie sie nur wenige Male im Jahr anzutreffen ist. Ruhiger Wind nördlich und südlich der Alpen und ein strammer Wind aus dem Norden. Genau die Vorraussetzungen, um die Alpen zu überqueren.

Unser Freund Theo war sofort bei der Sache. Sauerstoff hatte er dabei, zusätzliche Flaschen wurden beschafft und so startete er mit mir am Neujahrsmorgen in dieses Abenteuer: Zwei Piloten umringt von 225 kg Propan.

In 6000 Meter Höhe bot sich uns ein atemberaubender Blick.

Mit 45 Knoten war die Geschwindigkeit perfekt. Während ich mit dem Fahren beschäftigt war, kümmerte sich Theo um die entsprechenden Freigaben der Luftsicherheit.

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Blick auf Innsbruck

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Ohne zusätzlichen Sauerstoff geht gar nichts in dieser Höhe

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Blick Richtung Bozen, Trient, Gardasee

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Landeplatz

Über Belluno erinnere ich mich an die wunderschöne Wanderung nach Venedig vor ein paar Jahren, die mich auch dort vorbeiführte. Und nun schwebe ich tausende Meter darüber ! Wahnsinn !

Nach viereinhalb Stunden landeten wir in Italien nur 40 Kilometer von Venedig entfernt. Eine von zehn Flaschen Propan war noch voll. Der Sauerstoff war aufgebraucht.

Johanna und Karen verfolgten uns mit dem Gespann und waren rund drei Stunden später auch da. Das Abenteuer ließen wir in einer Pizzeria ausklingen, bevor es wieder auf die Heimreise ging.

Ein „neuer“ Ballon

Ein Ballon ist ein Luftfahrtgerät. Dementsprechend streng wird er jedes Jahr aufs Neue auf Herz und Nieren geprüft. Die Hülle wird dazu auf ihre Reißfestigkeit geprüft. Welch ein Schreck als es bei der  diesjährigen Prüfung ungewohnte Geräusche auftraten. Ritsch ! Ratsch ! Ohje ! Es wurde bald klar, dass ein Austausch der roten Felder (denn nur die roten Felder waren am Ende ihrer Leistungsfähigkeit angelangt) nicht wirtschaftlich ist.

Bald wurde eine gebrauchte Hülle gefunden und beim Luftfahrttechnischen Betrieb geprüft. Nun musste nur noch das Luftfahrtbundesamt das Ganze genehmigen. Das wurde noch etwas nervenaufreibend, aber gelang noch rechtzeitig zum Besuch des Ballontreffens in Szczecinek.

Wir wünschen dem D-OJOH viele schöne Fahrten !

Haltet die Augen auf nach einem silbernen Ballon !

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Nachlese 2017

Das Ballonjahr haben wir schon vor ein paar Wochen beendet. Dieses Jahr haben wir wunderschöne Fahrten in Schleswig-Holstein gemacht. Außerdem waren wir auf Meetings in Tunesien, Frankreich und wie jedes Jahr in Polen.

Nach dem wir im Januar nur eine Check-Fahrt gemacht haben, fing das Ballonjahr im Februar in Tunesien an. Zuerst mussten aber viele Kilometer bis Marseilles zurückgelegt werden. Ein paar Tage Ski bei Grenoble läuteten den Urlaub ein und bildeten den krassen Unterschied zur Wüste, die wir uns ein paar Tage von unten und oben ansahen. Herrliche Fahrten über Wüste und Oasen, viel Sonne und unglaublich nette Menschen ließen den Urlaub auf hohem Niveau weitergehen. Wir zogen dann im Tross um in den Norden von Tunesien nach Hammamet. Auch dort noch ein paar wunderschöne Fahrten.

Im Juli waren wie dann, wie jedes Jahr in Szczecinek. Wie jedes Jahr war es hervorragend organisiert. Wir konnten vier Fahrten machen.

Im August ging es dann nach Chambley.  Das Wetter war zu Beginn nicht besonders gut. aber in der zweiten Wochenhälfte wurde es zunehmend besser. Besonders schön waren die beiden letzten Fahrten. Johanna fuhr über zwei Stunden weit an Metz vorbei und ich machte am letzten Abend auch eine herrliche Fahrt mit Außenstart, die uns über den Platz führte und dann noch der „Meute“, die auf dem Platz gestartet war, hinterher.

Sehr schön war auch ein Fahrt von Husum bis kurz vor Flensburg, eine Fahrt vom Flugplatz Neustadt-Glewe mit Fallschirmspringern im Austausch gegen zwei Sprünge aus dem Flugzeug, eine ebenfalls in Erinnerung bleibende Fahrt über die Kieler Förde ……

Nun liegt die Hülle im Haus, der Korb ist mit Hochdruck gereinigt und mit Lasur gestrichen im ebenfalls gereinigten Anhänger. Wir warten auf den Frühling.

 

 

 

 

Tag der Einheit über dem Peenetal

Zu einem herrlichen Wochenende auf der Insel haben wir noch eine Ballonfahrt hinzugefügt. Leider konnte Peer nicht mit, also fuhr ich mit den Gästen allein. Herbstliches Licht, wunderschöne Natur (neben dem fliehenden Schwarzwild wurde Seeadler und Fischadler gesichtet). Das mein Gast Tierarzt war, hat natürlich geholfen bei der Bestimmung 🙂

Gelandet sind wir hinter Schmatzin. Das liegt bei Groß Bünzow. Das liegt bei Klein Bünzow. (Ein Insiderwitz. Viele Grüße an Hanjo!.)

So haben wir den Tag der Einheit gefeiert!

Ballonfahren im Münsterland

Johannas Ausbildung sollte weitergehen. Also fuhren wir für eine Woche nach Velen in das Münsterland, wo eine Truppe Briten gemütliche Ballonfahren plante. Neun Fahrten wurden es. Johanna konnte mit verschiedenen Ballonen und verschiedenen Piloten fahren. Ein Tethered Flight wurde durchgeführt (Ballon angebunden an drei Autos). Und natürlich viele Aufgaben zu erfüllen, wie Landung aus hoher Höhe, Navigation, Aufrüsten, kalter Abstieg (ohne Heizen)……Für mich ungewohnt, war ich oft nur Gast im Korb.

Mein Höhepunkt: Ich machte einen Hüpfer mit einem Hopper.

Bei der einzigen Fahrt,bei der ich Pilot war, landete ich ein paar Meter früher als gewollt. Der Mais war hin. Der Bauer nahm es gelassen 🙂

🙂 IMG_4699 IMG_4724 IMG_4712 IMG_4673 IMG_4705 Hopper IMG_4685