Nachlese 2017

Das Ballonjahr haben wir schon vor ein paar Wochen beendet. Dieses Jahr haben wir wunderschöne Fahrten in Schleswig-Holstein gemacht. Außerdem waren wir auf Meetings in Tunesien, Frankreich und wie jedes Jahr in Polen.

Nach dem wir im Januar nur eine Check-Fahrt gemacht haben, fing das Ballonjahr im Februar in Tunesien an. Zuerst mussten aber viele Kilometer bis Marseilles zurückgelegt werden. Ein paar Tage Ski bei Grenoble läuteten den Urlaub ein und bildeten den krassen Unterschied zur Wüste, die wir uns ein paar Tage von unten und oben ansahen. Herrliche Fahrten über Wüste und Oasen, viel Sonne und unglaublich nette Menschen ließen den Urlaub auf hohem Niveau weitergehen. Wir zogen dann im Tross um in den Norden von Tunesien nach Hammamet. Auch dort noch ein paar wunderschöne Fahrten.

Im Juli waren wie dann, wie jedes Jahr in Szczecinek. Wie jedes Jahr war es hervorragend organisiert. Wir konnten vier Fahrten machen.

Im August ging es dann nach Chambley.  Das Wetter war zu Beginn nicht besonders gut. aber in der zweiten Wochenhälfte wurde es zunehmend besser. Besonders schön waren die beiden letzten Fahrten. Johanna fuhr über zwei Stunden weit an Metz vorbei und ich machte am letzten Abend auch eine herrliche Fahrt mit Außenstart, die uns über den Platz führte und dann noch der „Meute“, die auf dem Platz gestartet war, hinterher.

Sehr schön war auch ein Fahrt von Husum bis kurz vor Flensburg, eine Fahrt vom Flugplatz Neustadt-Glewe mit Fallschirmspringern im Austausch gegen zwei Sprünge aus dem Flugzeug, eine ebenfalls in Erinnerung bleibende Fahrt über die Kieler Förde ……

Nun liegt die Hülle im Haus, der Korb ist mit Hochdruck gereinigt und mit Lasur gestrichen im ebenfalls gereinigten Anhänger. Wir warten auf den Frühling.

 

 

 

 

Ballonausbildung: Praxis bestanden!

Dieses Jahr bin ich, als jüngster Ballonnachwuchs, alleine mit Auto und Ballon nach Chambley, Frankreich gefahren (und habe mich dort mit anderen getroffen). Alle zwei Jahre findet dort eines der größten Ballontreffen überhaupt auf einem riesigen Sportflugplatz statt! Idealerweise ist in Frankreich oft schönstes Wetter und viele Möglichkeiten um Ballon zu fahren. So waren dank der vorhergegangenen Hitze inzwischen auch schon sämtliche Getreidefelder abgeernet.. Landemöglichkeiten bis zum Horizont.
Eine wunderschöne (Crew) und etwas stressige (Pilot) Ballonfahrt belohnt die weite Anreise: Ein neuer Weltrekord mit 433 Ballonen in einer Reihe wurde aufgestellt. Wobei die Vorbesitzer unseres Luxemburger Ballons wieder einmal zufällig direkt neben uns standen (mit neuer Luxemburgwerbung)!

Nach dieser Fahrt möchten uns dann leider auch der Wind und die Regenwolken begrüßen. Wir nutzen die freien Tage mit Ausflügen nach Metz, Verdun etc.
Irgendwann beruhigt sich das Wetter dann auch wieder und gegen Ende der Woche können wir mehrere Tage hintereinander Ballonfahren, teils morgens und abends. Inzwischen fehlen mir nur noch zwei Aufgaben, die ich vor der Prüfung „to standard“ erledigen muss: bei 8kn aufrüsten; und bei 8kn landen. Eine Herausforderung bei Traumwetter, doch der Wind kommt wie versprochen zurück und schon stehen wir mit einigen, wenigen anderen auf dem Startplatz. Viele ersparen sich die Fahrt, wissen doch alle, dass es den nächsten Morgen wieder schöner wird. Zusammenfassend wird es eine zügige, aber gut kontrollierte Fahrt mit Landung auf einem riesigen Stoppelfeld 🙂
Mit erledigten Aufgaben durfte ich nun meinen „recommendation flight“ machen, die Zulassung zur Prüfung sozusagen. Wie erwartet ist es morgens ruhig. Alles läuft perfekt, das Team arbeitet zusammen, der Ballon schwebt davon und wir bekommen einen wunderbaren Blick über die Landschaft, verziert mit Ballonen und einer sanften Nebelschicht.
Abends ist dann die Prüfung. Wir hatten schon ‚zu viel des Guten‘, also wehen die Winde etwas schneller und in die einzige Richtung mit viel Wald, den Starkstromleitungen, ein Fluss, bebautes Gebiet und das Ende der Karte folgt dann auch noch.. Ich würde mich als etwas unentspannt beschreiben. Der Start ist okay und nach kurzer Zeit kommt ein Tal, hier darf ich im Windschutz zwar kurz eine Zwischenlandung machen, aber die Prüfungszeit ist noch nicht um. Also geht es wieder weiter, der Wind pustet oben drüber immer noch sehr schnell und herannahende Ballone sind auch gleich wieder vorüber gezogen. Ich reihe mich zwischen ihnen ein und weiter geht die Suche nach einem neuen Landeplatz. Es kommt noch ein Tal, diesmal in Fahrtrichtung; da wollen wir rein. Ein Ballon ist stehend gelandet.. das sieht doch ganz gut aus. Habe dann allerdings feststellen müssen, dass der andere im Windschatten ein wenig zu meiner Seite gelandet ist. Stattdessen behalte ich den Wind, der das Tal entlang weht und lande mit ein paar mehr Knoten auf einem sehr kurz werdenen Feld. Geschafft. Die Hülle ist leer und wir können aus dem Korb krabbeln. 🙂

Korb mit 8 FlaschenNach dieser Fahrt kann ja erstmal nicht mehr viel passieren! Der nächste und letzte Morgen in Chambley ist wieder ruhig in Bodennähe und etwas mehr Wind weiter oben. Ich belade den Korb mit zusätzlichen Flaschen: Der letzte Teil der praktischen Prüfungen ist eine Alleinfahrt; bloß bin ich alleine etwas zu leicht.
Ich muss nur eine halbe Stunde fahren und dann wieder sicher landen. Also bleibe ich kurz über den Wipfeln und gucke mir alles aus der Nähe an. Ein befreundeter Pilot verfolgt mich mit seinem Ballon.. genug Zeit um gegenseitig Fotos zu machen.
VerfolgerballonAlleinfahrt. Ich und 8 Flaschen.

Herzlichen Dank an alle die mir geholfen haben dies zustande zu bringen!
Bis zum nächsten Ballonabenteuer,
Johanna

Mit dem Ballon zum Nordpolarkreis (4)

Ballonwetter und Polarlichter

Wir haben heute bestes Ballonwetter! Das warten hat sich gelohnt: Die Sonne scheint, der Wind ist nicht zu stark, aber doch stark genug, um eine schöne lange Ballonfahrt zu machen.

Das Navigieren im Korb wird allerdings eine Herausforderung, denn das Ziel ist einer der beiden Seen um Gällivare, alles andere würde eine stundenlange Bergung herausfordern. Und so werden konstant Windrichtung und Windgeschwindigkeit gemessen.
Es ist ein ständiges Suchen nach der passenden Höhe mit dem passenden Wind. Die sehr schnelle Landung wird zuerst durch hohe Tannen, die sich uns in den Weg zu stellen wagen 🙂 , ein wenig abgebremst und später durch den hohen Schnee auf dem See.

Bis uns das Rescue-Team findet, gibt es wieder Picknick und Tee am Ballonkorb. Und dann geht es bei rasanter Fahrt mit dem Snowmobil und feuerndem Ballonbrenner zurück. Das Leben kann so schön sein!

Am Abend finden wir einen schönen Platz hoch über der Stadt, sitzen im Schnee, trinken Glühwein und warten auf die Polarlichter. Pavva kündigt sie für 22h an, ein anderer für Mitternacht. Wir warten, und warten, und warten… Und dann, wie angekündigt gegen 22h: Erst ist ein ganz kleines grünes Licht am Himmel zu sehen (und wir sind nicht sicher, ob es eher der Wunsch, etwas zu sehen ist), aber dann breiten sich die Polarlichter gewaltig und schnell über den ganzen Himmel aus! Sie tanzen und bewegen sich, verändern ihre Farbe und lassen uns einfach staunend mit offenem Mund dastehen. Johanna versucht, aus der Kamera das Letzte herauszuholen 🙂 Dieses Spektakel dauert vielleicht eine viertel Stunde und wiederholt sich gegen Mitternacht noch einmal mit ganzer Stärke. Die Bilder lassen sich kaum einfangen, verzaubern uns dafür umso mehr.

Ja, und hier endet der Bericht über ein ganz und gar ungewöhnliches Ballontreffen, hoch oben über dem Nordpolarkreis. Ton, der Organisator, hatte hier alle Hände voll zu tun und wurde fantastisch unterstützt von Elisabeth und Bettina von Sole Event, die es uns ermöglicht haben, mit den Menschen hier oben, dem Land und den vielen, vielen Besonderheiten bekannt zu werden. Dafür einfach und ehrlichen Herzens: DANKE, DANKE, DANKE!

Wir haben am Ende 3985 km auf unserem Tacho, das wunderbare All-Rad-Auto hat sich bewährt (besonders als WIR den doppelachsigen Anhänger der Holländer den Berg herauf gezogen haben :-D), und wir haben ein anderes, aber wunderbares Schweden kennengelernt und fantastische Menschen getroffen!

Na dann – Hej då!

Mit dem Ballon zum Nordpolarkreis (3)

Rentier und Elch, Snowmobil und Blaubeerpunsch, Jantelage und Joiken

Das Wetter meint es nicht immer gut mit uns: Es ist erst zu windig, dann wird die Sicht schlechter. Wir warten auf „richtiges“ Ballonwetter. Aber das macht nichts, denn wir sind neugierig, die Gegend und die Menschen hier oben, gefühlt am Ende der Welt, kennenzulernen.

Wir machen uns auf zu einer Rentierfarm und lernen Pavva und seinen Vater kennen. Ein Rentierjahr hat 8 Jahreszeiten, dem sich auch die Sami anpassen und mit der Herde weiterziehen. Da die letzen Winter allerdings sehr warm waren, fängt der Schnee stellenweise an zu schmelzen und wieder zu gefrieren und letztlich bildet sich unter dem Schnee eine Eisschicht, unter der die Rentiere nichts mehr zu essen finden können. Und so bleibt die Herde von Pavva in diesem Winter auf einer riesigen Farm und wird gefüttert.

Pavva treffen wir später noch einmal wieder. (Er ist übrigens ein echter Same. Die frühere Bezeichnung Lappe benutzt man heute nicht mehr, da sie als unhöflich gilt.)
Wir erfahren viel über das Leben der Ureinwohner hier oben, darüber, dass die Sami inzwischen von den Schweden anerkannt, aber immer noch nicht in ihrer Lebensweise vollständig respektiert werden; darüber, wie sich das Fischen und der Zug der Rentiere verändern, wenn beispielsweise Vattenfall die großen Flüsse aufstaut und der schwedische Holzeinschlag teils einem Kahlschlag ganzer Regionen gleicht. Erneuerbare Energien und nachwachsende Rohstoffe bedeuten anscheinend nicht gleichzeitig Einklang von Natur und Kultur. Wir können die Veränderungen mit eigenen Augen und ohne Mühe sehen. 😦

In einem kleinen „lebenden Museum“ kosten wir Elchfleisch und trinken Blaubeerpunsch. Unglaublich lecker :-D. Pavva joikt  für uns.
Joiken ist ein Gesang der Sami, der irgendwo zwischen Jodeln und indianischen Gesängen angesiedelt ist. Die jungen Sami lernen diese uralte Tradition wieder, während die alten Sami sich teils immer noch schämen zu joiken, war es doch viele Jahre verboten, die eigenen Lieder zu singen, Traditionen und Bräuche zu leben. Die Christianisierung der Sami durch den Schwedenkönig ist in grauer Vorzeit ist immer wieder brutal durchgezogen worden, bis hin zu Tötungen von Sami, die einfach nur ihre Schamanentrommeln benutzt haben.

Überhaupt bekommt mein wunderbares Schwedenbild Stück für Stück ein paar Risse. Nicht nur, dass mit der Umwelt – zumindest im hohen Norden des Landes – wenig nachhaltig umgegangen wird (irgendwann ist für die IKEA-Möbel nicht mehr viel Holz da und der Schweden-Lachs wird Geschichte sein), sondern auch der viel gelobte Konsens im Zusammenleben der Menschen stellt sich bei näherer Betrachtung eher als eine Folge der Jantelage heraus. Wir erfahren dies von Bettina, einer Deutschen, die hier oberhalb des Polarkreises lebt. Jantelage ist eine Art ungeschriebenes Gesetz für die Skandinavier. Hiernach ist es u. a. wichtig, sich nicht aus der Gemeinschaft herauszuheben oder hervorzutun, sich als etwas anderes oder besseres zu fühlen u. v. a. m. Jede Art von Individualismus ist wenig willkommen. Was auf den ersten Blick vielleicht irgendwie sinnvoll erscheint, wird zu einer echten Last, wenn neue, andere Ideen die Welt der Skandinavier zu erobern suchen und wenn Konflikte auftauchen. Die Folgen sind Mittelmäßigkeit (sicher auf einem hohen Niveau) und Konfliktvermeidung. Das Neue und Andere hat es hier schwer.

Unseren deutschen Heile-Welt-Blick auf Schweden bezeichnet Bettina übrigens als „Büllerbü- Syndrom“ (nachzulesen bei Wikipedia). 😀

Aber wie dem auch sei: Wir lernen ausnahmslos hilfsbereite und gastfreundliche Schweden kennen: Schweden, die mit uns über dem offenen Feuer auf dem See Würstchen grillen; die mit uns in wahnsinniger Geschwindigkeit mit dem Snowmobil durch die Wälder jagen; die uns Laien geduldig alle Fragen über Elche und Rentiere beantworten; Schweden, die hier einfach zu Hause sind, in dieser unendlichen Weite und die Einsamkeit in der Wildnis lieben, so wie Hempa aus unserem Rescue-Team. Ca. 100 Tage im Jahr verbringt er dort, allein mit den Tieren und wahrscheinlich auf Du und Du mit den Bären, von denen er bereits sieben erlegt hat. Hempa ringt uns sofort allen Respekt ab, wie er in der Eiseskälte mit einfacher Kleidung, scheinbar nie frierend, nur ergänzt durch seine Wolfsfellmütze und die Robbenfellhandschuhe, lässig stundenlang – stets mit dem Jagdmesser am Gürtel – auf dem See und in den Wäldern unterwegs ist oder das Snowmobil auf nur einem Ski sliden lässt. Wow! Es lässt sich hier aushalten 🙂

Mit dem Ballon zum Nordpolarkreis (2)

Ballone, endlose Weite und Snowmobil-Bergung

Warten, warten, warten: Wann lässt der Schneefall endlich nach? Wann wird der Wind weniger? Wann können wir endlich starten?

Und am dritten Tag ist es dann endlich so weit: Die Sicht wird langsam besser, der Wind lässt nach und alle Piloten haben es eilig, in die Luft zu kommen. Wir sind hier in Gällivare ca. 100 km oberhalb des Nordpolarkreises und mit 9 Teams aus Schweden, Litauen, den Niederlanden und Deutschland am Start.

Die Starts sind kein Problem, wohl aber die Landungen – oder besser: das Bergen der Ballone.  Es gibt vielleicht drei Straßen, die man besser treffen sollte oder einen der Seen im Umkreis. Alles andere wird schwierig. Es stehen Snowmobile mit dem Rescue-Team bereit, um die Teams und Ballone zu bergen. Das kann dann schon mal dauern, bis die Ballone überhaupt gefunden werden.

Und so ist man gut beraten, sich wirklich dick anzuziehen und irgendwie Verpflegung im Korb zu haben. Alle Ballonfahrten werden als Fly In gemacht, d. h. wir fahren aus der Stadt hinaus und versuchen dann einen Startplatz zu finden, von dem aus uns der Wind wieder zurück trägt. Naja, aber die Auswahl an Straßen ist eben nicht so groß und so bleibt es doch immer eine spannende Sache. Die leichteste Aufgabe hat hier der Verfolger: Es gibt 2 feste Abholplätze (eher die „Zubringer“ der Snowmobile) und hier kann man entspannt warten, bis Team und Ballon wieder da sind 🙂

Mit dem Ballon zum Nordpolarkreis (1)

Schwedische Meile, Wolf, Polarfuchs und Nordlicht

 

Ballonfahren in Holstein? In Italien? In den Alpen? Das war wunderschön, aber alles schon da gewesen. Und der Pilot war auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Also warum dann nicht einfach am Nordpolarkreis Ballonfahren? Das liegt ja auch gleich „um die Ecke“… 🙂
Irgendwie ergab sich der Kontakt zum Holländer, der jedes Jahr in Gällivare, Schweden, ein Treffen für Ballon-Ver-Rückte  veranstaltet. Das war nicht zu schwierig. Schwieriger war es, eine Crew zu finden: Irgendwie konnte sich niemand aufgrund der zu erwartenden Temperaturen für dieses Abenteuer so richtig erwärmen. Auch die Länge der Reise schreckte Interessierte schnell ab. Aber am Ende besteht unser Team aus 3 Frauen (Johanna, der Nachwuchs-Pilotin, Birgit und Katharina) und dem Piloten Hans-Jörg und wir hoffen, alle eventuellen Widrigkeiten gemeinsam irgendwie (vor allem kräftemäßig) zu bewältigen…

Die lange Reise beginnt mit der Fährüberfahrt von Kiel nach Oslo, was sehr angenehm ist. Den Oslofjord erreichen wir bei ruhiger See am frühen Morgen und können ausgeruht das erste große Teilstück bis Åre, Schweden angehen. Für die knapp 800 km werden wir am Ende fast 12 Stunden brauchen. Es geht einfach nicht schneller auf den kleinen Straßen, auch wenn sie sich Europastraßen nennen :-D.

In Åre legen wir ein paar Tage „Ski-Pause“ ein, können entspannt die Pisten dort herunter sausen, beim Langlauf stundenlang den weiten Fjäll genießen und abends auf dem spiegelglatten See Schlittschuhlaufen.

Aber schließlich geht es weiter auf das zweite Teilstück der Reise: Von Åre nach Gällivare sind es wieder ca. 800 km: gleiche Zeit, gleiche Straßenverhältnisse. Es ist sehr, sehr lang. Irgendwie will die Fahrt kein Ende nehmen. Die Straßen sind abwechselnd glatt, sehr schmal, dann wieder gut zu fahren, um im nächsten Moment durch Schneewehen wieder schlechter zu befahrbar zu sei.

Unterwegs nehmen wir eine ältere Dame per Anhalter mit. Sie war in einem kleinen Ort beim Arzt, muss nun aber dringend nach Hause, da die Skiwettbewerbe live im Fernsehen übertragen werden. Und da der Bus erst abends wieder fährt, nehmen wir sie mit. „Wie weit?“, fragen wir sie. „Ach, nur 2 Meilen.“ Dann grinst sie und fügt hinzu: „2 schwedische Meilen.“ Anfangs haben wir dies für einen netten Witz gehalten, bis wir herausfinden, dass 1 schwedische Meile 10 km entspricht! Wieder etwas dazu gelernt :-).

Die schier endlose Reise geht weiter. Und doch: Plötzlich quert ca. 100 m vor uns ein Wolf die Straße. Ein Wolf! Er scheint uns nicht zu bemerken, wühlt ein wenig abseits im Schnee, macht zwei, drei Sprünge und tollt sich schließlich davon. Wow! Ganz beeindruckt fahren wir weiter, um Stunden später einem Polarfuchs zu begegnen. Jetzt ist es schon dunkel und er vom Scheinwerferlicht wohl irritiert, weshalb er schnell das Weite sucht.
Puh! Was erwartet uns wohl noch? Dann wird die schwarze Nacht plötzlich hell. Was ist das? Noch sind wir 100 km vom Nordpolarkreis entfernt. Der Himmel färbt sich von rot, orange, über gelb ins Grünliche. Na, das muss dann wohl schon ein kleines Polarlicht sein, oder?

Nun sind wir in Gällivare angekommen, hoffen auf nachlassenden Schnellfall, damit morgen die Ballone starten können. Mal sehen, was hier noch alles auf uns wartet!

Bis bald!
Oder wie es auf schwedisch heißt: hej då!

Von Österreich nach Rumänien.

Im August habe ich mit Helen und Allie eine Osteuropatour gemacht. Die Fahrt haben begleitet: Der treue Van Stanley und die graue Biene, Allies schwarz-grau gestreifter Ballon.

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Getroffen haben wir uns in Salzburg (Österreich). Von da ging es mit dem Van und einigen Ballonfahrten nach: Bled (Slowenien), Zagreb und Vinkovci (Kroatien), Belgrad (Serbien), Sofia und Rila (Bulgarien), Chrysochorafa und Kavala (Griechenland), Plovdev und Veliko Tarnovo (Bulgarien) und letzlich nach Bukarest (Rumänien).
Eine sehr interessante Reise mit dem Ballon im Gepäck! Nur weiter zu empfehlen 🙂

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Ballonfahrt mit Hindernissen

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An diesem Wochenende gibt es gutes Ballonwetter. Am Besten sieht es Sonnabend früh aus. Also verabrede ich mich um 5 Uhr in Großbuchwald – eine gute dreiviertel Stunde entfernt hinter Bordesholm. Abends wird alles gepackt, alles ist fertig. Als ich dann kurz nach vier Uhr morgens den Schlüssel meines Autos im Zündschloss drehe passiert – nichts! Panik steigt auf. Alle Versuche, die „Karre“ in Gang zu bringen, scheitern. Verzweiflung!!!

Ich rufe meinen Gast an und wir finden eine Lösung. Er kommt und holt mich und den Anhänger.
Wir starten auf dem Hof meiner Gäste und uns erwartet eine traumhafte Fahrt mit wunderschönen Blicken.

Danach gibt es noch ein herrliches Frühstück bei meinen Gästen/Gastgebern. Auch ein Tag der holprig anfängt kann noch super werden!! Danke liebe Mitfahrer!!

Noch eine schöne Fahrt im Mai


Diesmal nicht weit gefahren, aber eine wunderschöne Fernsicht, ein herrliches Licht in der Abendsonne. Perfekt!

Ballonfahrt im Mai – Rundfahrt um Wrist

Eine echte Rundfahrt wurde dies. In Stellau gestartet , dann Richtung Kellinghusen und über Föhrden-Barl nach Wrist. Landung nicht weit vom Startplatz. Wunderschön!!